Hausaufgaben sind keine Frage des Alters

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Posted by Administrator (admin) on Apr 26 2010
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Hausaufgaben sind eine Frage der Organisation und Konsequenz

Bei Kindern ab der siebten Klasse wird es für Eltern immer schwieriger, Einfluss zu nehmen. Dabei nimmt die Bedeutung der Hausaufgaben für den Lernprozess in den höheren Klassen im Vergleich zur Grundschule eher zu. Eltern sollten deshalb auf die Erledigung der Hausaufgaben achten, rät der schulpsychologische Beratungsdienst.Vor allem die Pubertät macht diese Aufgabe jedoch nicht einfach. Oft kommt es wegen der Hausaufgaben zu Streit, weil die Jugendlichen elterliche Vorgaben generell ablehnen. Ein Patentrezept für diese schwierige Phase gibt es nicht. Aber feste Regelungen und eine gute Organisation helfen, manchen Problemen von vornherein aus dem Weg zu gehen, empfiehlt der Bundeselternrat.

Kinder sollten nach Ansicht von Experten spätestens in der fünften und sechsten Klasse gelernt haben, ihre Hausaufgaben selbst zu organisieren. Ist diese Fähigkeit noch nicht entwickelt, sollten Eltern versuchen, die Problematik gemeinsam mit den Kindern in den Griff zu bekommen. Die Klassiker-Ausrede "Ich hab heute nichts auf" kann zwar manchmal stimmen, auf die Dauer ist sie allerdings mit Sicherheit nicht zutreffend.

Spätestens wenn das Kind nach eigener Aussage zum dritten Mal in Folge keine Hausaufgaben in einem Fach aufbekommt, sollten Eltern hellhörig werden, raten Experten. Dann gilt es, das Thema anzusprechen.
Eltern sollten auch bei ihren älteren Schulkindern den Kontakt zur Schule und den entsprechenden Lehrern halten, um sich über die Hausaufgaben zu informieren. Es ist auch wichtig, dass sich die Eltern untereinander abstimmen, was für Hausaufgaben in der Schule gestellt werden.

Hausaufgabenheft ist Pflicht

Damit die Schularbeiten nicht im Bus auf der Fahrt zur Schule erledigt oder in der Pause vom Tischnachbarn abgeschrieben werden, sind richtige Organisation und feste Absprachen mit dem Kind unerlässlich. Auch Schüler auf den weiterführenden Schulen sollten ihr Hausaufgabenheft führen.
Kontrolle ist sinnvoll
Falls das Kind das Aufgabenheft nicht ordentlich führt, kann man die Aufgaben in der Schule von den Lehrern abzeichnen lassen, empfiehlt der Bundeselternrat. Sinnvoll ist auch ein Hausaufgabenplan, in den das Kind einträgt, wann die Hausaufgaben in den einzelnen Schulfächern vorgelegt werden müssen. So können Eltern und Kind stets den Umfang überblicken und den anfallenden Arbeitsaufwand besser organisieren. Mit einem Blick kann das Kind feststellen, an welchem Tag was erledigt werden muss.

Eigenständigkeit zugestehen

Mit zunehmendem Alter sollten Eltern den Kindern beim Thema Hausaufgaben mehr Eigenständigkeit zugestehen. So sollte man dem Kind bei Problemen zunächst einen gewissen Zeitraum einräumen, in dem es seine Hausaufgaben selbst organisiert und erledigt. Nach Ablauf des Zeitraums, beispielsweise vier Wochen, sollte dann gemeinsam ein Fazit gezogen werden, ob das Vertrauen in die Selbstbestimmung des Kindes gerechtfertigt war. Auch hier bietet es sich für die Eltern an, dass sie sich direkt bei den Lehrern über die Fortschritte informieren.

Grundregeln für Eltern von Kindern ab der siebten Klasse im Überblick:

  • Gemeinsam Regelungen für das Erledigen der Hausaufgaben finden
  • Stimmen Sie sich mit Lehrern und den anderen Eltern über Umfang und Häufigkeit der Hausaufgabenab
  • Sprechen Sie Probleme rechtzeitig direkt an
  • Gewähren Sie ein gewisses Maß an Selbstbestimmung, das Sie je nach Erfolg oder Misserfolg ausweiten oder reduzieren können
  • Hausaufgabenheft und -plan erleichtern die Organisation
  • Bei zu häufigem "Nichts-Aufhaben" von Schulaufgaben ist Misstrauen angebracht
  • Lassen Sie das Hausaufgabenheft gegebenenfalls von den Lehrern abzeichnen

Last changed: May 20 2010 at 11:31

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