Über die Gefahren von Schnee auf Schulhöfen

Mitteilung
Posted by Administrator (admin) on Dec 21 2010
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Das Schneeballwerfen ist zwar, wenn es nach den Werfern geht, wahnsinnig witzig, doch die Leidtragenden dieses groben Unfugs werden dieser Meinung nicht zustimmen, da Schnee in seiner Eigenschaft als gefrorenes Wasser nicht nur kalt, sondern auch nass wird. So kann eine Erkältung entstehen, wenn Nässe Jacken, Anoraks und Mäntel durchdringt. Doch diese Leiden sind nur die Spitze des Eisbergs, denn wenn es bereits einmal ein wenig taute und der Schnee dann wieder gefriert, wird er so hart wie ein Stein und kann Augen, Nasen und andere äußerst empfindliche Stellen beschädigen. Am gefährlichsten ist die Verletzung der Augen, da auch die Netzhaut in Mitleidenschaft gezogen werden kann, was zur Blindheit führen kann. Aber nicht nur der Körper kann zu Schaden kommen, nein, auch Fenster, Türen und nicht zuletzt geparkte Fahrzeuge können, in allen Fällen, leicht zerbrechliche Teile zu Schaden kommen, und, im dritten Fall, mit Dellen versehen werden. Die Reparatur solcher Dellen ist nicht sonderlich billig, und die Versicherung wird einen Schaden wohl nur in den seltensten Fällen begleichen werden. Jedoch ist Schneeballwerfen nicht die einzige schändliche Tat, die mit der weißen Pracht getrieben werden kann. Das in Schülerkreisen als "einseifen" bekannte Verfahren ist weitaus effektiver, um einen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes "kalt zu machen". Bei dieser Praktik wird Schnee, bevorzugt Pulverschnee, auf der Physiognomie des Opfers mit akribischer Sorgfalt ausgebreitet, wenn selbiges sich nicht zu wehren weiß. Solche Bubenstücke führen in den meisten Fällen zu einer wilden Verfolgungsjagd, bei der versucht wird, dem Verantwortlichen auch eine Fuhre Schnee ins Gesicht zu verpassen. Ist der Boden dabei glatt, was in der kalten Jahreszeit meistens der Fall ist, kann es zu gefährlichen Ausrutschern kommen, wobei eine Versehrung des Körpers, wie zum Beispiel Arm-, Bein- oder jegliche andere Brüche gehören, kommen kann. Das Rutschen in Zusammenhang mit dem bereits oben erwähnten Verfolgungssyndrom ist überhaupt eine der, wenn nicht sogar die, größten Gefahren in Interaktion mit jeglichen Spielen, die darauf abzielen, den Gegner zu necken oder gar, war manche üble Zeitgenossen, man sollte es nicht glauben, auch tatsächlich im Sinn haben, zu verletzen. Aber das zu Boden gehen birgt neben Verletzungen auch die Gefahr, in matschige, halb aufgetaute Reste von Neuschnee zu fallen und dabei die Kleidung zu zerreißen oder sie aber im günstigsten Fall zu durchnässen. Wie weiter oben beschrieben, ist es sehr wahrscheinlich, dass Erkältungen dadurch entstehen oder bereits vorhandene verschlimmert werden. Das hört sich nicht schlimm an, aber für das Opfer bedeutet es, nicht frei atmen zu können, lautes husten und andere Unannehmlichkeiten mehr ertragen zu müssen. Sogar zu einer Pneumonie, im Volksmund auch Lungenentzündung genannten, kann es kommen, die durch Bakterien und Viren bewirkt, eine Entzündung des Lungengewebes hervorruft. Bei der "klassischen" Form entsteht sie durch Befall kleinerer Lungenpartien durch Bakterien oder Viren, vielfach nach einer Bronchitis. Und eben diese Bronchitis (Entzündung der Bronchien) kann durch das nasskalte Wetter stark begünstigt werden. Aus eben diesen Gründen wirkt die von vielen Schülern für die größte gehaltene Gefahr, das von Lehrern entdeckt (und bestraft) werden wegen Unsinntreiben mit Schnee, lächerlich gering im Gegensatz zu den reell bestehenden Gefahren für Leib, Leben und Objekten. Doch auch wenn noch so viele Strafen verhängt, noch so viele Unfälle geschehen, kann das Übel nicht ausgemerzt werden, denn der nächste Winter, der nächste Schnee kommt bald. So wird dieses Übel so lange, wie es Schnee gibt, eine Geißel der Menschheit sein.

Last changed: Jan 24 2012 at 08:40

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